Nadelrundholz wird wieder stark nachgefragt, der Markt gewinnt deutlich an Dynamik. Seit dem letzten Sommer sind die Preise für Kiefern-und Fichtenstammholz um über 30 Prozent gestiegen. Die Preise von Industrieholz für die Papier- und Spannplattenherstellung nahmen sogar um 55 Prozent zu. Die Spitzenpreise der Jahre 2006/2007 sind damit nahezu erreicht. Die Forstbetriebsgemeinschaft rät den Forstbetrieben, die sehr gute Vermarktungssituation zu nutzen.
Durch den Sturm „Xynthia“ Ende Februar ist deutlich weniger Holz zu Bruch gegangen als bei vorherigen Stürmen. Das „Schadholz“ wird von der Sägeindustrie vollständig verarbeitet. Einen Preisdruck auf die überregionalen Holzmärkte gibt es nach Auskunft der Kammer nicht.
Auch Energieholz wird weiterhin gut nachgefragt. Die bis Mitte März andauernde, kalte Witterung hat für einen kontinuierlichen Absatz gesorgt. Die Preise sind mancherorts nochmal gestiegen, zudem gehen die Brennholzlager der Lieferanten und Abnehmer langsam zur Neige. Neben dem in Norddeutschland traditionell begehrten Laubholz wird auch verstärkt das günstigere Nadelholz, speziell die Kiefer, bestellt.
Die Forstbetriebsgemeinschaft Ostheide berät und betreut den Privatwald im Landkreis Lüchow-Dannenebrg. In Normaljahren werden zusammen auf einer Fläche von rund 14.000 Hektar (ha) Wald jährlich zwischen 50 bis 65 Tsd. Kubikmeter (m³) Holz bereitgestellt. Das entspricht einer jährlichen durchschnittlichen Nutzung von etwas über 4 m³/ha.
Stand: 14.04.2010
Die Nachfrage zu Kiefernholz hat bei allen Sortimenten zugenommen. Die Versorgungslage der Holz verarbeitenden Industrie ist sowohl im Säge-, als auch im Werkstoffbereich angespannt. Insbesondere die starke Einschlagszurückhaltung im Privatwald lässt bei den Marktteilnehmern die Diskussion aufkommen, ab welchem Preisniveau diese Holzpotentiale wieder mobilisiert werden können. Unter dem Eindruck der allgemeinen Wirtschaftsmeldungen wird dieser aktuelle Aufwärtstrend hinsichtlich seiner Längerfristigkeit mit vorsichtiger Zuversicht gesehen. Ein sich mehrfach wiederholender, sprunghafte Preisanstieg wie im Jahr 2006 wird aus heutiger Sicht für unrealistisch gehalten.
Kiefernstammholz (L)
Für Kiefern-Stammholz in B-Qualität der Stärkeklasse 2b werden aktuell Preise von 49,- bis 57 €/Fm und für schwaches Stammholz zwischen 46,-bis 51,- €/Fm in B/C-Qualität gezahlt. Der Export von stärkerer Kiefer läuft mengen- und preismässig stabil bei Preisen von knapp 60 €/Fm.
Kiefernlangholzabschnitte (LAS)
Für Kiefern-Abschnitte in der Länge bis 4,50 m gelten derzeit folgende Preise:
Güte Stärkeklasse
Mittendurchmesser |
B/C Mischpreis
€/m³ (f) |
Güte Stärkeklasse
Mittendurchmesser |
B/C Mischpreis
€ / m³ (f) |
| – |
– |
2b (25 – 29 cm) |
51,00 |
| 1b (15 – 19 cm) |
43,00 |
3a (30 – 34 cm) |
53,00 |
| 2a (20 – 24 cm) |
47,00 |
3b (35 – 40 cm) |
– |
Die Preise für den Palettenabschnitt in der Länge 2,40m liegen um 25,00 €/Rm.
Industrieschichtholz (IS)
Beim Industrieholz haben jüngste Verhandlungsgespräche den vorgenannten Aufwärtstrend ebenfalls bestätigt. Insbesondere im OSB-Bereich ist die Mengennachfrage deutlich mit dementsprechender Bepreisung. Für OSB-Qualitäten werden Preise über 21,50 €/Rm frei Waldweg und für Span-Holz um 18,30 €/Rm frei Waldweg gehandelt.
Dies bedeutet beim OSB-Industrieholz wieder Auszahlungspreise an die Waldbesitzer von über 10€/Rm.
Die in diesem Jahr bisher vollzogene Zurückhaltung beim Holzeinschlag sollte angesichts der vorgenannten, deutlich gestiegenen Preisen aufgegeben werden. Bitte kontaktieren Sie bitte zum und insbesondere vor jedem Holzeinschlag unsere Förster (sh. RUBRIK “Wir stellen uns vor – Forstteam”).
Stand: 06.10.2009