FBG Ostheide


Kameragestützte Waldbrandüberwachung in Niedersachsen

Montag, 29. Juni 2009

Am 24. Juni ging das weltweit modernste Waldbrand-Früherkennungssystem (AWFS) in Niedersachsen an den Start. Forstminister Ehlen und Klaus Jünich, Vizepräsident der Landesforsten, gaben den Startschuss für das neue Überwachungssystem.

Von insgesamt 17 Kamerastandorten werden die Waldflächen mit hohem und mittlerem Waldbrandrisiko (das sind die Landkreise Gifhorn, Celle, Soltau-Fallingbostel, Lüchow-Dannenberg, Uelzen und Lüneburg) zukünftig überwacht. Mit Hilfe der Kameras können rund 400 000 ha Wald in Niedersachsen beobachtet werden, die Reichweite je System liegt zwischen 10 bis 20 km. Bis Mitte Juli sollen alle 17 Kameras ihre Arbeit aufnehmen. Die Zentrale der Waldbrandüberwachung wurde im Behördenzentrum Lüneburg eingerichtet, damit sind kurze Wege im Alarmierungsfall zu Polizei und Feuerwehr sichergestellt. Die Leitstelle ist mit 5 Arbeitsplätzen ausgestattet. Dort werden die Bilder analysiert, die Waldbrände lokalisiert und die Alarmierung der Feuerwehr ausgelöst. Als Operatoren konnten Forstwirtinnen und Forstwirte aus den umliegenden Niedersächsischen Forstämtern gewonnen werden. Mit dem heutigen Tag geht die Waldbrand-Früherkennung in Niedersachsen in ein neues digitales Zeitalter. Niedersachsen hat damit das weltweit modernste System für seine Waldbesitzer installiert, in der Hoffnung frühzeitig Waldbrände zu erkennen und Katastrophen wie 1975 zu verhindern. “Mein Dank gilt den Niedersächsischen Landesforsten, die für die Projektabwicklung verantwortlich waren und zukünftig die Überwachung des Systems mit ihren Mitarbeitern zum Wohle aller Waldbesitzer organisieren werden”, so Forstminister Hans-Heinrich Ehlen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,2 Mio. Euro, hiervon fördert die Europäische Union 1,6 Mio. Euro und das Land Niedersachsen trägt 0,6 Mio. Euro.

Quelle: NLF


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